Meilensteine der Geschichte
der Traditionsgesellschaft KG Fidele Jungen 1946 e.V.


  • 1946 Gründung der Karnevalsgesellschaft Fidele Jungen. Zuvor musste eine Sondergenehmigung der britischen Militärregierung eingeholt werden.
  • 1947 Die erste Karnevalssitzung im überfüllten Saal des Restaurants “Zum Kneppchen”. Im gleichen Jahr Gründung des ersten Damentanzcorps.
  • Von 1946 bis 1951 setzen die Fidele Jungen in jeder Session einen Prinz Karneval ein: 1947/48 Mitgründer Hans Wilkens, 1948/49 Jupp Hohmann, 1949/1950 und 1950/1951 das Mitglied Heinz Koch jun. Danach hat man auf die Wahl des Prinzen Karneval verzichtet.
  • 1949 nehmen Mitglieder der Fidele Jungen auf Einladung des Kölner Festkomitees am ersten Rosenmontagszug nach dem Krieg teil. Bei den Narren am Zugweg machen sie sich besonders beliebt, weil sie nicht Kamelle, sondern Briketts verteilen.
  • In der Session 1951/52 übernimmt Heinz Decker, der damalige Leiter des Tanzkorps, die Präsidentschaft. Bis 1989 führt und prägt er die Gesellschaft.
    Das eigene Tanzkorps löst sich auf.
  • 1973 Erste Sitzung der Fidele Jungen im Festzelt. Sindorf hat keinen geeigneten Saal für die größer werdende Nachfrage.
  • 1980 konstituiert sich nach Kölner Vorbild das  Festkomitee der Stadt Kerpen, dem alle Karnevalsgesellschaften der Stadt angehören. Die Fidele Jungen stellen den Vize-Präsidenten.
  • 1983 erklären sich die drei Sindorfer Gesellschaften bereit, ein gemeinsames Dreigestirn zu stellen: Paul Pfeifer von den Fidele Jungen wird als Prinz Paul I proklamiert.
  • 1986 Pünktlich zum 40. Geburtstag der Fidele Jungen wird die Turnhalle der Ulrich-Schule in eine Mehrzweckhalle umgebaut und von den Karnevalsgesellschaften zum ersten Mal genutzt. Ein Höhepunkt der Jubiläumssession: Am 15. November 1986 wird der Festkommers vor 500 geladenen Gästen gefeiert.
  • 1987 beginnen die Fidele Jungen  mit dem Aufbau einer Mädchen-Tanzgruppe, den ,,Fidele Pänz”. Im Jahr darauf bildet sich eine männliche Jugendgruppe, der ”Fidele Nachwuchs”.
  • 1989 übernimmt Otfried Loeber das Amt des Präsidenten der Fidele Jungen. Im gleichen Jahr Gründung des Fidelen Senats.
  • 1990/91 stellen die Fidele Jungen das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen. Prinz Willi III (Willi Wirtz), Bauer Bernd (Bernd Framke) und Jungfrau Gerda (Gerd Rasquin). In dieser Session bricht der Golfkrieg über den Karneval herein. Die meisten Politiker tauchen unter und die Medien stellen ihre Berichterstattung über den Karneval ein. Der traditionelle Sindorfer-Kinderzug am Karnevalsdienstag wird abgesagt. Die Fidele Jungen entschließen sich gegen alle Bedenkenträger aus den Reihen der Politik am Karnevalssamstag mit ihrem Dreigestirn eine Kappenfahrt durch Sindorf zu machen.
  • 1994 Gründung einer Fußgruppe, die in diesem Jahr erstmals am Sindorfer Kinderzug teilnimmt.
  • 1994 Verlegung der Sitzung in die Mensa des Schulzentrums Horrem-Sindorf.
  • 1996 50jähriges Jubiläum. Erneut stellen die Fidele Jungen das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen. Prinz Otfried I. (Otfried Loeber), Bauer Peter (Peter Porschen) und Jungfrau Ulrike (Uli Pohl). Die „Fidele Pänz“ begleiten das Dreigestirn sooft es nur geht und erfreuen das Publikum und ganz besonders die Herzen der „Fidele Jungen“ mit ihren tollen Tänzen.
  • 1997 Besuch der Steubenparade in New York.
  • 1998 wird neben der weiterhin bestehen­den Kinder- und Jugendtanzgruppe „Fidele Pänz“ die „Tanzgarde der KG Fidele Jungen“ gegründet.
  • 1999 übernehmen in kurzer Folge Heinz Pehnert und Franz-Josef Knauer das Amt des Präsidenten der Fidele Jungen. Die bisherige Betreuerin Christiane Fehmel übernimmt die Leitung der Tanzgruppen.
  • 2004 Abschaffung des Präsidentenamts und Wahl eines Sitzungspräsidenten. Günter Fehmel (Vorsitzender seit 1999) wird in der Vereinsführung bestätigt.
  • 2006/2007 Wieder stellen die Fidele Jungen das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen. Prinz Günter I. (Günter Heinisch), Jungfrau Gina Agrippina (Gino Gasperi) und Bauer Willi (Willi Wirtz). Im gleichen Jahr wird die Gesellschaft durch das Festkomitee der Stadt Kerpen zur Traditionsgesellschaft ernannt.
  • In der Session 2012/2013 feiern die Fidele Jungen ihr 66jähriges Jubiläum. Zum vierten Mal darf die Gesellschaft das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen stellen. Prinz Philipp I (Philipp Börsch), Bauer Klaus (Klaus Kummerow) und Jungfrau Carla-Josefine (Karl-Josef Janz).
  • Den geschäftsführenden Vorstand bilden Günter Fehmel, Jürgen Mehnert und Hardy Ohlig.
    Neben der Pflege des alten rheinischen Karnevalsbrauchtums engagiert sich die Gesellschaft seit nunmehr 25 Jahren erfolgreich in der Jugendarbeit. Die Gesellschaft hat 86 Mitglieder und 55 Aktive in den Jugendabteilungen.
  • Die Jahreshauptversammlung der KG Fidele Jungen am 24. April 2014 leitete einen behutsamen Generationenwechsel in der Führung der KG ein. Mit Bestätigung der Mitgliedschaft übergab Günter Fehmel nach 15 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden diese Aufgabe an Frank Ehrlich. Mit den geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Jürgen Mehnert und Hardy Ohlig stehen dem neuen Vorsitzenden erfahrene Berater zur Verfügung, die für Kontinuität im Verein stehen.
  • Auch die Tanzgarde der KG Fidele Jungen richtet sich zum Sessionsende 2013/2014 neu aus. Die bisherige Leiterin Christiane Fehmel konnte nach über 20 Jahren im Amt Kerstin Maletz als Nachfolgerin gewinnen. Kerstin Maletz war selbst lange Jahre aktive Tänzerin in der Garde.
  • 2016 Neuwahlen Marc Maletz, Arno Laubenstein und Norbert Hündgen bilden den neuen Geschäftsführenden Vorstand und leiten die Geschicke der Gesellschaft.
  • 2016 / 2017 in der Session feiert die KG Fidele Jungen den 70 Jährigen Geburtstag. Willi Esser und Hans Pohl sind als Gründungsmitglieder noch mit dabei. Die Tanzgarde wird 30 Jahre alt.

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Chronik der Fidelen Jungen

Wir schreiben das Jahr 1946. Die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse sind zu Ende, die Urteile vollstreckt. Draußen hat der Winter bereits seinen Einzug gehalten. Die Deutschen leben von Lebensmittelkarten, das heißt, sie hungern und frieren.

In der zerbombten Stadt Köln entsteht in diesem Nachkriegsjahr ein Lied, das eindrucksvoll die scheinbar hoffnungslose Situation der Menschen beschreibt. August Schnorrenberg, der Sohn des Dichters Gerhard Schnorrenberg, der für die Millowitsch-Bühne viele Theaterstücke verfaßte, schreibt ein Lied, das um die Welt geht und noch heute gerne gesungen wird: ”Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Ring”.

11. November 1946:

Im Restaurant “Zum Kneppchen” sitzen einige junge Männer beisammen, um die Teilnahme an einer karnevalistischen Sitzung der Karnevalsgesellschaft ”Kutt erop” in Horrem zu besprechen. Nach den schweren Kriegserlebnissen und den Wirren dieser turbulenten Zeit wollen sie einmal wieder von Herzen frei und unbeschwert lachen können.

Der Abend in Horrem erfüllt die Erwartungen der jungen Männer. Man freut sich nach den Jahren der karnevalistische Enthaltsamkeit über die närrischen Darbietungen, die man ja durch die Kriegsgeschehnisse lange Zeit entbehren mußte und vergißt für ein paar Stunden die Sorgen der Nachkriegszeit und die schlechten Zeiten.

Jetzt zeigt es sich wieder einmal, daß der Rheinländer selbst in den schlechtesten Zeiten versucht, dem Leben einen Sonnenstrahl abzugewinnen – er hat das Lachen nicht verlernt.

Nach diesen frohen Stunden bei den Karnevalisten des Nachbarorts und noch unter dem Eindruck der karnevalistischen Darbietungen kommen sie auf dem Heimweg von Horrem nach Sindorf, den sie natürlich zu Fuß zurücklegen, zu der Überzeugung: ”So etwas müssen wir auch schaffen”. Sie entschließen sich, ihren Mitbürgern ebenso frohe und schöne Stunden zu bieten, ihnen auch mit karnevalistischen Veranstaltungen Freude und Frohsinn zu bringen. Besiegelt wird dieses Vorhaben mit dem Hit “Caprifischer”, die bei untergehender Sonne aufs Meer hinausfahren. Für diese Sindorfer “Jungkarnevalisten” aber sollte die Sonne aufgehen.

Bevor der Sindorfer Karneval jedoch steigen kann. sind noch einige Hürden zu nehmen. Man benötiqt eine Sondergenehmigung der britischen Militärregierung, die außerdem zur Gründung der Gesellschaft und zur Abhaltung der nun folgenden Veranstaltungen einen politisch unbelasteten und unbescholtenen Bürgen genannt haben möchte. Der inzwischen verstorbene hochverehrte Maurermeister Johann Schlang bürgt mit seiner Person für die junge Gesellschaft. Nun endlich kann die Karnevalsgesellschaft gegründet werden und Johann Schlang wird zum ersten Schirmherrn der ersten Sitzung der,.Fidele Jungen”.

Nach nur vierzehntägiger Vorbereitungszeit steigt Anfang 1947 die erste Karnevalssitzung im überfüllten Saal des Restaurants “Zum Kneppchen”. Willi Wirtz (Heppendorfer Straße) wird Präsident der gerade gegründeten Karnevalsgesellschaft und leitet die erste Sitzung wortgewandt, spritzig und einfallsreich. Und nicht nur als Sitzungspräsident, sondern auch als Büttenredner versteht er es vortrefflich den meisten Beifall an diesem Abend für seine Darbietungen zu buchen.

Um das karnevalistische Programm zu vervollständigen, wird Jupp Hohmann als Prinz Josef I. gewählt und eingesetzt. Die erste Session ist damit alles in allem vollständig.

Bei dieser ersten Sitzung der Fidele Jungen fehlt es an nichts: angefangen vom Elferrat mit bunten Narrenkappen über die Bütt, einer blau-weißen Bühnendekoration und sogar einem eigenen Damentanzkorps, das – unter der Leitung von Josef Hohmann – nach dem Krieg mit zu den ersten Tanzgruppen im gesamten Erftkreis zählt. Willi Wirtz und die anderen Fidele Jungen im Elferrat tragen Bratenröcke und Cuts, die sie aus ihren Truhen ausgegraben haben und die kräftig nach Mottenkugeln stinken. Aber das stört keinen der Anwesenden.

Wer in einer Brikettfabrik arbeitet, bringt Klütten mit zur Sitzung und wer trotzdem friert, heizt sich heimlich mit ,,Knolly-Brandy”, dem selbstgebrannten Zuckerrübenschnaps. Die Büttenredner und Sänger treten aus ”Spaß an der Freud” auf und sind glücklich, daß sie dem Publikum ein paar unbeschwerte Stunden bereiten können.

Der erste Tanzmajor Willi Esser und der Adjutant Hans Pohl (beides Gründungsmitglieder und auch heute noch aktiv) sind nicht nur fidele, sondern auch glückliche Jungen, besteht doch die Tanzgruppe aus hübschen, jungen Mädchen. Es versteht sich von selbst, daß die Auftritte dieser Damentanzgruppe in den Sitzungs veranstaltungen der Fidele Jungen Riesenerfolge sind. Aber auch über Sindorfs Grenzen hinaus repräsen tieren sie die Karnevalsgesellschaft, z.B. in Steinstraß, Horrem, Heppendorf, Golzheim, mit großem Erfolg. Durch die guten Beziehungen Heinz Deckers nach Köln, tritt das Tanzkorps der Fidele Jungen sogar in einer Kölner Sitzung auf.

In der Zeit von 1946 bis 1951 setzen die Fidele Jungen in jeder Session einen Prinz Karneval ein: 1947/48 Mitgründer Hans Wilkens, 1948/49 Jupp Hohmann, 1949/1950 und 1950/1951 das Mitglied Heinz Koch jun. Danach hat man auf die Wahl des Prinz Karneval verzichtet.

Als Willi Wirtz seinen Wohnsitz aus beruflichen Gründen wechseln muß, übergibt er sein Amt an den sehr geachteten und geschätzten Horremer Karnevalisten Jupp Hohmann, der die junge Karnevalsgesellschaft durch die beiden nächsten Sessionen führt.

1949 nehmen Mitglieder der Fidele Jungen auf Einladung des Kölner Festkomitees am ersten Rosenmontagszug nach dem Krieg teil. Bei den Narren am Zugweg machen sie sich besonders beliebt, weil sie nicht Kamelle, sondern Briketts verteilen.

Mit Beginn der Session 1951/52 übernimmt Heinz Decker, der damalige Leiter des Tanzkorps, die Präsidentschaft. Jahrzehntelang führt und prägt er die Gesellschaft mit großem Engagement und unermüdlichem Optimismus.

Während man unter den Präsidenten Willi Wirtz und Jupp Hohmann noch Sitzungen in den Nachbardörfern durchführt, gilt unter Heinz Decker die Devise: ,,Karneval für die Sindorfer in Sindorf!” Von nun an finden alle Veranstaltungen im Saal ”Zum Kneppchen” statt.

Dieser Trend setzt sich in den folgenden Jahren weiter fort, zumal durch den starken Zuzug von Neubürgern der dörfliche Charakter vieler Gemeinden verloren geht.

Nach der Währungsreform wandelt sich mit den ”Goldenen 50er Jahren” auch das Bild des Karnevals. Gesellschaften, die in die ser Zeit überleben wollen, sind gezwungen, immer mehr auf eigene Kräfte zu verzichten und Redner und Sänger aus den Metropolen des rheinischen Karnevals zu verpflichten.

So weicht mit der Zeit auch das eigene Tanzkorps den Kölner Tanzgruppen, die – mit Ausnahme der Traditionskorps – Spitzenleistungen des Balletts mit Akrobatikeinlagen zeigen. In dem Maße, in dem sich die Darbietungen ins Profihafte steigern, klettern auch die Honorare immer höher. Mit den nur mäßig steigenden Eintrittspreisen lassen sich die Kosten für eine Sitzung nicht mehr auffangen.

Diese Entwicklung hat sich bis zum heutigen Tag fortgesetzt und dem ursprünglichen Charakter des Volkskarnevals mehr geschadet als genutzt. Es ist ein Glück, daß mit Hilfe der Spenden von Freunden und Gönnern weiterhin Karnevalssitzungen mit Spitzenkräften geboten werden können, wie sie das fernsehverwöhnte Publikum wünscht.

Dann kommt das Jahr 1973: Sindorf besitzt keinen Saal mehr! Was tun? Die Karnevalisten erinnern sich an ihre Vorfahren und bauen ein Zelt auf. Dieses Zelt nennt sich Festzelt und wird auch mit viel Liebe und Geschick ausgeschmückt, aber es bleibt eben ein Zelt. Am 24. Februar 1973 ist deshalb auch im Kreisteil einer Kölner Zeitung über die Karnevalssitzung der ”Fidele Jungen” zu lesen: ”Obwohl es eine Veranstaltung war, mit der Organisatoren und Publikum zufrieden sein konnten, wurde auch der Beweis dafür erbracht, wie nötig es die Gemeinde hat, die Saalfrage zu lösen: Denn die Narren mußten im Zelt feiern. Auf die Notwendigkeit einer Mehrzweckhalle wiesen sie denn auch Bürgermeister Heinz Wassen hin.” Doch dieses Problem wird noch den nachfolgenden Bürgermeistern Kopfschmerzen bereiten.

1974 kommt es zur kommunalen Neugliederung. Sindorf verliert seine Selbständigkeit und wird zu einem Stadtteil der neuen Stadt Kerpen, der damals größten Stadt des ebenfalls neu gebildeten Erftkreises.

Sechs Jahre später, 1980, konstituiert sich nach Kölner Vorbild das ”Festkomitee der Stadt Kerpen”, dem alle Karnevalsgesellschaften der Stadt angehören. Die Versammlung wählt Heinz Decker zum Vize-Präsidenten.

Ein vom Festkomitee ausgewähltes Dreigestirn ist – auch hier nach Kölner Vorbild – närrischer Repräsentant der gesamten Stadt. Nach den Jahren 1981 und 1982 meldet sich jedoch im dritten Jahr keine Gesellschaft, um das Dreigestirn der Stadt zu stellen.

Schließlich erklären sich die drei Sindorfer Gesellschaften bereit, ein gemeinsames Dreigestirn zu stellen:

Paul Pfeifer als Prinz Paul I (KG Fidele Jungen), Heinz Kings als Bauer Heinz (KG Rötsch mer jett) und Siegfried Kaselow als Jungfrau Sieglinde (IG Blötschköpp).

Damit haben die ”Fidele Jungen” nach 32 Jahren wieder einen Prinzen Karneval, auch wenn sie ihn sich mit den anderen Gesellschaften des Ortes teilen.

1986, pünktlich zum 40. Geburtstag der ”Fidele Jungen”, ist es dann endlich soweit. Mit viel Geschick und Zähigkeit schafft es Bürgermeister Werner Stump, die Ratsmitglieder und die Stadtverwaltung von der dringenden Notwendigkeit eines Festsaales für den Stadtteil Sindorf zu überzeugen.

Daraufhin wird die Turnhalle der Ulrich-Schule in eine Mehrzweckhalle umgebaut und von den Karnevalsgesellschaften zum ersten Mal getestet. Die Sindorfer sind begeistert, und so mancher Besucher der Sitzungen und der Bälle meint, man habe lange nicht mehr so schön in Sindorf Karneval gefeiert. Am 15. November 1986 wird der Festkommers, der vor 500 geladenen Gästen gefeiert wird, zum Höhepunkt der Jubiläumssession.

Im Jahre 1987 beginnen die „Fidele Jungen“  mit dem Aufbau einer Mädchen-Tanzgruppe, den ,,Fidele Pänz”. Innerhalb kürzester Zeit wird daraus eine Gruppe, die im Sturm die Herzen der Zuschauer erobert. So ist schon ihr erster Auftritt bei der Prunk- und Kostümsitzung der ”Fidele Jungen” (1988) ein solcher Erfolg, daß sie bereits zwei Tage später bei der Kindersitzung der Ulrich-Schule von den Kindern und Erwachsenen begeistert gefeiert werden.

Von da an geht es steil aufwärts und es folgen Auftritte in den Stadtteilen Kerpens, ja sogar in der Hochburg des Karnevals: Köln! Seither ist der Name ”Fidele Pänz“ in der Stadt Kerpen und darüber hinaus ein Begriff.

Ungefähr zur selben Zeit, bildet sich eine Jungengruppe, der ”Fidele Nachwuchs”. Diese von Peter Porschen (1. Vorsitzender der Gesellschaft von 1990 bis 1994) gegründet, steht heute unter der Leitung von Karl Josef Janz. Sie nimmt regelmäßig am Sindorfer Dienstagszug teil.

Es ist unverkennbar, daß bei den ,,Fidele Jungen” die Jugend nach vorne drängt. Diese Entwicklung macht auch vor dem Vorstand nicht halt. Die bedeutendste Veränderung vollzieht sich auf der Prunk- und Kostümsitzung der Gesellschaft am 20. Januar 1989. Hier legt Heinz Decker nach fast vier Jahrzehnten sein Präsidentenamt in jüngere Hände.

Der neue Präsident heißt Otfried Loeber, unter dessen Führung sich die Gesellschaft in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Bestandteil Sindorfs entwickelt. Heinz Decker erhält in Würdigung seiner Verdienste als erstes Mitglied der ”Fidele Jungen” den Ehrenring der Gesellschaft und wird Ehrenpräsident der Gesellschaft.

Nachdem Heinz Decker das Präsidentenamt abgegeben hatte, bildet sich unter seiner Federführung ein Senat, dessen vornehmste Aufgabe es ist, die Gesellschaft ideell und finanziell zu unterstützen.

In der Session 1990/91, in der die “Fidele Jungen” 4 x 11 Jahre alt werden, ist es der Gesellschaft zudem vergönnt, das Dreigestirn der Stadt Kerpen zu stellen. In einem feierlichen Akt wird am 4. Januar 1990 das 11. Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen proklamiert. An der Spitze der Narren in der Kolpingstadt stehen:

Prinz Willi III (Willi Wirtz), Bauer Bernd (Bernd Framke) und Jungfrau Gerda (Gerd Rasquin)

Begleitet wird das Dreigestirn von ihrem Adjutanten Rene Führen und geführt von dem bewährten Prinzenführer des Festkomitees Willi Faßbender.

Die Proklamation in Kerpen-Türnich wird zum ersten und leider auch zum letzten Höhepunkt im Karneval der Stadt Kerpen, denn wenig später bricht der Golfkrieg ”über den Karneval herein”. Die meisten Politiker tauchen unter und die Medien stellen ihre Berichterstattung über den Karneval ein, obschon über jedes andere ,,Spektakel” weiter berichtet wird.

Reinold Louis, der Mann mit der größten Erfahrung in Sachen ”Kölner Brauchtum’, sagt während einer Damensitzung unter anderem: ”Die Einstellung der Berichterstattung reduziert das Kölner Kulturgut Karneval auf das Niveau eines Amüsierbetriebs und stellt so alle, die sich ein Stück friedlicher und friedfertiger Lebensqualität erhalten wollen, auf ein niedriges Niveau.” Später bröckelt die Anti-Karnevals-Front langsam ab. Während der Erftkreis seinen traditionellen Karnevalsempfang absagt, lädt der stellvertretende Bürgermeister von Kerpen, Werner Stump, zum Karnevalsempfang ins Rathaus ein. Als einzige Zeitung im Kölner Raum entschuldigt sich die Kölnische Rundschau nach der Session bei Ihren Lesern mit dem bemerkenswerten Artikel von Engelbert Greis “Fehler, die weh tun”.

Die ”Fidele Jungen” entschließen sich, allen Unken- rufen zum Trotz, am Karnevalssamstag mit ihrem Dreigestirn eine Kappenfahrt durch Sindorf zu machen, da der traditionelle Kinderzug am Karnevalsdienstag abgesagt worden ist.

Über 1.000 Sindorfer Narren und Närrinnen, aber auch Gäste aus den benachbarten Orten säumen den ”Zugweg” und jubeln dem Dreigestirn zu. Die Entscheidung für diesen Umzug findet große positive Resonanz und weckt bei vielen Karnevalsjecken Wehmut.

Am nächsten Tag findet dann nach einer kölschen Messe ein karnevalistischer Frühschoppen statt, bei dem viele Sindorfer ihre Verbundenheit zum rheinischen Karneval eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Obwohl seines Höhepunktes beraubt (Teilnahme im größten Karnevalszug des Erftkreises am Veilchendienstag, dem Sindorfer Kinderzug) und durch die politischen Umstände stark eingeschränkt, versteht es gerade dieses Dreigestirn mit ihrem Prinzen Willi III den Kerpener und Sindorfer Bürgern viel Freude zu bereiten. Dieses Stadtdreigestirn hat durch seine Ausstrahlung sehr viel zum Ansehen unserer Karnevalsgesellschaft in der Stadt und der Bevölkerung beigetragen.

Kurz nach der Karnevalssession stirbt der Ehrenpräsident der „Fidele Jungen“ Heinz Decker am 27. Febr. 1991.

Otfried Loeber versteht es, in den folgenden Jahren eine Reihe junger Mitglieder für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Unter der Führung des neuen Vorstandes entwickeln sich die „Fidele Jungen“ zu einer großen Karnevalsgesellschaft. Heute können wir mit Stolz eine Gesellschaft mit über 80 männlichen Mitgliedern präsentieren.

Die  „Fidele Jungen“ sind satzungsgemäß eine Männergesellschaft.  Die Fidele Familie ist aber tatsächlich viel größer. Denn natürlich sind der Fidele Nachwuchs, die Pänz, die Tanzgarde, seit 2005 die Fidele Minis und die Frauen aller Mitglieder der Gesellschaft zugehörig. Seit vielen Jahren wird der Stammtisch „Fidele Mädchen“ gepflegt.

Nach dem Tode Heinz Deckers wählt der Senat Josef Schurf zu Ihrem Präsidenten. In seiner leider nur sehr kurzen Amtszeit – Josef Schurf verstirbt überraschend am 19. Februar 1994 – setzt er doch wichtige Akzente in der Zusammenarbeit zwischen Senat und den aktiven Mitgliedern. 1994 übernahm der ehemalige Prinz Paul I. (Paul Pfeifer) und langjährige Präsident des CET (Club ehemaliger Tollitäten der Stadt Kerpen) diese Aufgabe. Danach lenkten Günter Ehrlich und seit 2002 Hannes Oberdick als Senatspräsident die Geschicke des Senats der „Fidele Jungen“.

Seit Gründung der Gesellschaft war das Gasthaus “Zum Kneppchen” das karnevalistische Zuhause der „Fidele Jungen“. Da die Gesellschaft inzwischen so viele Mitglieder zählt, reichen die Räumlichkeiten nicht mehr aus. Am 29. April 1992 wird die erste Mitgliederversammlung im neuen Vereinslokal „Haus Wilkens“ abgehalten. Die Verbundenheit zum alten und neuen Vereinslokal ist auch im Bühnenbild der „Fidele Jungen“ festgehalten.

Der Generationenwechsel in der Karnevalsgesellschaft wird bei den Vorstandswahlen 1994 deutlich. Mit dem langjährigen Literaten Hannes Oberdick und dem Zeugwart Willi Merzenich übertragen die letzten alten Hasen ihre Vorstandsaufgaben an jüngere Mitglieder. Bereits 1992 hat Willi Wirtz (Prinz Willi III) nach über 10-jähriger Vorstandsarbeit das Amt des Geschäftsführers an Hans Jürgen Thom weitergegeben. Neuer 1. Vorsitzender wird Franz Josef Knauer.

Auf seinen Vorschlag bildet sich eine Fußgruppe, die 1994 erstmals am Sindorfer Kinderzug teilnimmt. Mit dieser Gruppe wird das farbenprächtige Bild der „Fidele Jungen“ im Dienstagszug (zwei Karnevalswagen und Fußgruppe) abgerundet.

Die Kostüm- und Prunksitzungen der „Fidele Jungen“ sind unter der Führung des Präsidenten Otfried Loeber zu einem Höhepunkt im Kerpener Karneval geworden. Langsam wird die Mehrzweckhalle zu klein.

Hier kommt den „Fidele Jungen“ die Einweihung der Mensa des Schulzentrums Horrem-Sinorf im Oktober 1994 zu Hilfe. Das Angebot der Stadt Kerpen und der Schulleitung, die Mensa auch für Veranstaltungen der Sindorfer Vereine zur Verfügung zu stellen, führt im Vorstand kurzfristig zu dem Entschluss, die Sitzung nicht mehr in der Mehrzweckhalle, sondern in der Mensa der Schule abzuhalten. Obwohl die Vorbereitungen für die Sitzung 1995 bereits angelaufen sind (Eintrittskarten sind bereits gedruckt, Plakate im Layout schon erstellt), wird im November 1994 der Wechsel im Einvernehmen mit den Mitgliedern beschlossen.

Flugs muß ein neuer Plan für das Aufstellen der Tische und Stühle entworfen und die gesamte Organisation des Hallenaufbaus erarbeitet werden. Für die Besucher der Prunksitzung wird ein Buspendelverkehr eingerichtet, damit die Gäste bequem zur neuen Sitzungshalle gelangen. Vor allem aber liegt den „Fidele Jungen“ daran, daß ihre Sindorfer Gäste nach der Sitzung wohlbehalten und gefahrlos wieder nach Hause kommen.

Die Sitzung 1995 wird ein großer Erfolg. Die Anstrengungen haben sich gelohnt und alle sind rundum zufrieden. Die neue Sitzungshalle, die durch ihre achteckige Form den Besuchern insgesamt einen wesentlich besseren Blick auf die Bühne bietet, wird begeistert angenommen.

In dem Jahr 1996 streben die „Fidele Jungen“ wieder einem Höhepunkt entgegen. Die Gesellschaft wird 50 Jahre jung. Keiner der damaligen Gründer hat damals daran gedacht, daß ihr Narrenschiff einmal dieses Alter erreichen könnte und eine große und stolze Gesellschaft werden würde.

Besonders freuen sich die „Fidele Jungen“ darüber, daß sie in ihrem Gold-Jubiläumsjahr wieder einmal das Stadtdreigestirn stellen dürfen.

Mit ihrem Präsidenten Otfried Loeber als Prinz Otfried I., dem Schatzmeister Ulli Pohl als Jungfrau Ulrike und dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Peter Porschen als Bauer Peter wird das Dreigestirn von besonders verdienten Mitgliedern der Gesellschaft gestellt.

Begleitet wird das Dreigestirn von dem Adjutanten Frank Hamacher (KG Fidele Jugnen), sowie dem langjährigen und in allen Sitzungssälen beliebten Prinzenführer Willi Faßbender.

Es ist der besondere Wunsch des künftigen Dreigestirns und auch der „Fidele Jungen“, daß es in der kommenden Session gelingt, den Kerpener und vor allem den Sindorfer Bürgerinnen und Bürgern ’Spa8 an dr Freud’ und viele unvergeß1iche frohe Stunden zu bereiten. Dies bringt auch das Motto für die Session 1996/97 zum Ausdruck:

50 Johr fidel, immer mit Hätz un Siel

Im Dreigestirnsjahr gibt es für die „Fidele Jungen“ einen weiteren Höhepunkt: Die fidelen Pänz sind den Kinderschuhen entwachsen. Aus den „kleinen“ Mädchen sind hübsche junge Damen mit einer großen Ausstrahlung geworden. Sie begleiten das Dreigestirn sooft es nur geht und erfreuen das Publikum und ganz besonders die Herzen der „Fidele Jungen“ mit ihren tollen Tänzen. Im Jubiläumsjahr gelingt der große Durchbruch auf den Bühnen der Stadt Kerpen; der Lohn für hartes Training und nicht zuletzt das besondere Verdienst des neuen Trainer Franz Josef Berning und der Betreuerin Christiane Fehmel.

Die erfolgreiche Session findet ihren krönenden Abschluß in der Teilnahme der Karnevalsgesellschaft mit ihrem Dreigestirn an der Steubenparade 1997 in New York. Die Tage in New York werden den Teilnehmern ein unvergeßliches Erlebnis bleiben.

Im Jahre 1998 wird neben der weiterhin bestehen­den Kinder- und Jugendtanzgruppe „Fidele Pänz“ für die „älteren“ jungen Damen die „Tanzgarde der KG Fidele Jungen“ gegründet und mit neuen und sehr ansprechenden Gardekostümen ausgestattet. Der  Trainer Franz Josef Berning erkrankt schwer und muß sein Amt niederlegen (er verstarb im Mai 1999). In der kurzen Zeit, die unserem Mitglied Franz Josef Berning als Trainer  gegeben war, hat er einen Grundstein für den Erfolg der Tanzgarde gelegt. Seine Nachfolgerin im Traineramt wurde Christiane Fehmel, die mit viel Einsatz und Freude die Tanzgarde leitet.

Mit ihrem Können begeistert die Garde nicht nur das Publikum im Erftkreis, sondern auch die Menschen in der Karnevalshochburg Köln. Hinzu kommen viele erfolgreiche Plazierungen bei Turnieren. Die Karnevalsgesellschaft „Fidele Jungen“ kann wieder einmal, wie in den Grün­dungsjahren, voller Stolz mit einer erfolgreichen Tanzgruppe aufwarten.

 

1999 feierten die Tanzgruppen ihr 11-jähriges Bühnenjubiläum und Heinz Pehnert wird Präsident der Gesellschaft. Erstmals wird in Kerpen-Sindorf ein großer Gardebiwak abgehalten, an dem viele Tanzgruppen und Garden befreundeter Gesellschaften aus dem Erftkreis und aus Köln teilnehmen. Das Fest wird von den Sindorfer Bürgerinnen und Bürgern mit großer Begeisterung angenommen. Diese Veranstaltung ist auch heute noch ein beliebtes Treffen für befreundete Tanzgruppen. Hier begeistern sie ein großes Publikum mit ihrem Können. Im Jahr 2000 wird Franz Josef Knauer als Präsident der Gesellschaft gewählt. Bereits 1999 hatte er diese Aufgabe kommissarisch übernommen. 2004 Abschaffung des Präsidentenamts und Wahl eines Sitzungspräsidenten. Günter Fehmel (Vorsitzender seit 1999) wird in der Vereinsführung bestätigt.

 Seit April 2004 ist Josef Lilienbecker als Sitzungspräsident der Gesellschaft für Freud und Spaß zuständig.

2006/2007 stellen die Fidele Jungen wieder das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen. Prinz Günter I. (Günter Heinisch), Jungfrau Gina Agrippina (Gino Gasperi) und Bauer Willi (Willi Wirtz). Im gleichen Jahr wird die Gesellschaft durch das Festkomitee der Stadt Kerpen zur Traditionsgesellschaft ernannt.

Zu Beginn der Jubiläumssession 2006/2007 zählen die Fidele Jungen über 80 Mitglieder. Wieder ist es ihnen gelungen ein Stadtdreigestirn mit Prinz Günter I. (Günter Heinisch), Jungfrau Gina Agrippina (Gino Gasperie) und Bauer Willi (Willi Wirtz) zu stellen.

Die Gesellschaft feiert in der Session 2012/2013 ihr 66jähriges Jubiläum. Zum vierten Mal darf die Gesellschaft das Dreigestirn des Festkomitees der Stadt Kerpen stellen. Prinz Philipp I (Philipp Börsch), Bauer Klaus (Klaus Kummerow) und Jungfrau Carla-Josefine (Karl-Josef Janz).Den geschäftsführenden Vorstand bilden Günter Fehmel, Jürgen Mehnert und Hardy Ohlig. Neben der Pflege des alten rheinischen Karnevalsbrauchtums engagiert sich die Gesellschaft seit nunmehr 25 Jahren erfolgreich in der Jugendarbeit. 

Die Jahreshauptversammlung der KG Fidele Jungen am 24. April 2014 leitete einen behutsamen Generationenwechsel in der Führung der KG ein. Das Ziel sei es, so der bisherige Vorsitzende Günter Fehmel, den inzwischen zahlreichen jungen Mitglieder mehr gestalterische Einflussmöglichkeiten zu geben. Mit Bestätigung der Mitgliedschaft übergab Günter Fehmel nach 15 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden diese Aufgabe an Frank Ehrlich. Frank Ehrlich ist seit seiner Jugend im Verein aktiv.

Frank Hamacher und Hans Jürgen Brasch stellten ihre Ämter ebenfalls für jüngere Vereinsmitglieder zur Verfügung. Neuer Zeugwart wurde Michael Königs, Schriftführer Michael Konnegen. Mit den geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Jürgen Mehnert und Hardy Ohlig stehen dem neuen Vorsitzenden erfahrene Berater zur Verfügung, die für Kontinuität im Verein stehen.

Auch die Tanzgarde der KG Fidele Jungen richtet sich zum Sessionsende 2013/2014 neu aus. Die bisherige Leiterin Christiane Fehmel konnte nach über 20 Jahren im Amt Kerstin Maletz als Nachfolgerin gewinnen. Kerstin Maletz war selbst lange Jahre aktive Tänzerin in der Garde. 

Im Oktober 2015 legte Frank Ehrlich sein Amt als Vorsitzender vorzeitig nieder, da er mit Blick auf Veränderungen im privaten Bereich nicht mehr die Zeit aufbringen konnte, die das Amt erfordert.

Kurzfristig übernahm der 2. Vorsitzende, Uwe Krispin, kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden und steuerte die KG durch eine gelungene Session 2015/2016.

Am 21. April 2016 stand dann die Jahreshauptversammlung der Fidele Jungen mit den Vorstandswahlen an. Uwe Krispin schied aus dem Vorstand aus. Ebenso stellte Hermann-Josef Otten sein Amt zur Verfügung. Nach der Wahl setzte sich der geschäftsführende Vorstand wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender wurde Marc Maletz, neuer Geschäftsführer Arno Laubenstein und als neuer Schatzmeister wurde Norbert Hündgen gewählt. In den erweiterten Vorstand wurden Carsten Maletz, Simon Breuer, Michael Königs, Damian Brasch für das Orga-Team gewählt. Des Weiteren wurden Ulli Pohl zum 2. Schatzmeister, Norbert Holthausen als Literat, Jürgen Mehnert als 2. Vorsitzender und Josef „Poldi“ Lilienbecker wieder zum Sitzungspräsident gewählt.

In der Session 2016/2017 gab es wieder etwas zu feiern, die Traditionsgesellschaft Fidele Jungen Sindorf feierte Geburtstag, den Siebzigsten um genau zu sein.

Dies wurde dann auch am 15.01.2017 gebührend gefeiert. Begonnen wurde der Tag mit dem Besuch der heiligen Messe. Im Anschluss zog man in das festlich geschmückte Pfarrheim ein. Mit besonderem Stolz erfüllt die Fidelen Jungen, dass unser Gründungsmitglied, Willi Esser, an vielen Veranstaltungen mit Freude und Gesundheit teilnimmt. Hans Pohl, ebenfalls ein Gründungsmitglied der KG, hat sich leider aus gesundheitlichen Gründen etwas zurücknehmen müssen. Als Laudatoren konnten Hans Jürgen Bröcker, Ortsvorsteher Sindorf, und Jürgen Mein, Präsident des Festkomitees der Stadt Kerpen, gewonnen werden. Jürgen Mein war an diesem Tag nicht alleine erschienen! Er hatte das Dreigestirn der Stadt Kerpen mitgebracht, (Prinz Rainer, Bauer Willi und Jungfrau Michaela) welches von unserer Schwestergesellschaft der KG Rötsch mer Jett aus Sindorf – Sehnrath gestellt wurde. Durch das Dreigestirn wurde unserem Gründungsmitglied Willi Esser, so wie unserem langjährigen Vorsitzenden, Günter Fehmel, und seiner Frau, Christiane, lange Jahre Leiterin der Tanzgarde, die Ehre zu Teil mit der Prinzenspange ausgezeichnet zu werden. Viele Karnevalsgesellschaften und Vereine aus dem Stadtgebiet Kerpen und Umland hatten sich eingefunden um mit den Fidele Jungen zu feiern. Unsere Tanzgarden zeigten bei mehreren Auftritten ihr Können und wie nicht anders zu erwarten, waren unsere Mini Minis wieder die heimlichen Stars auf der Bühne. Das Klimpermännchen, Thomas Cüpper, trieb mit seinem Vortrag so manch einem Gast die Tränen in die Augen, wohl vor Lachen! Und auch der Vortrag unseres geschätzten Mitglieds, Heinz von Landenberg-Pehnert, der als Rückblick zu den Anfängen unserer Fidelen Jungen gedacht war, brachte vieles Nachdenkliche und Freudige zu Tage. So ging ein kurzweiliger Geburtstag zu Ende bei dem es neben Erbsensuppe und Kölsch auch noch viel Klaaf unter den Gästen gab.

Und es gab noch mehr zu feiern, die Tanzgarde feierte ihren 30. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurde am 07.10.2017 das Foyer der Mehrzweckhalle festlich geschmückt. Viele Aktive und ehemalige Tänzerinnen trafen sich am Abend und tauschten beim anschauen der Fotoshow viele Erinnerungen aus, auch das ein oder andere Tränchen wurde verdrückt. Aber auch das Tanzen und der Spaß kam nicht zu kurz. Die jüngsten wurden von Mama und Papa begleitet und in den strahlenden Augen konnte man sehen alle hatten ihren Spaß. Unterstützt wurde die Tanzgarde an diesem Abend durch die Fidele Jungen die an der Theke und der Essensausgabe dafür sorgten das keiner zu kurz kam. Ebenso sorgte unser Mitglied Rene mit der entsprechenden Musik für Super Stimmung.

Allen Helfern nochmal vielen Dank dafür.


Fortsetzung folgt………
 

Aktualisierung dieser Seite am: 23.10.2017
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